Was ist Hoodia Gordonii
Hoodia Gordonii ist eine sukkulente Pflanze. Sie gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse und ist, im Falle von Hoodia Gordonii, ein Seidenpflanzgewächs. Die Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter groß und hat gurkenförmige Äste.
Hoodia Gordonii wächst hauptsächlich in der Kalahari-Wüste Südafrikas. Sie kann sehr lange ohne Wasser auskommen. Der Eingeborenenstamm der Khoi-San nutzen sie als Appetitzügler. Das half bei ihren oft tagelangen Jagdausflügen. Erst in den 1960er Jahren wurde die Pflanze bekannter. Südafrikanische Soldaten fanden heraus, dass man sie als Appetitzügler verwenden konnte. Mittlerweile kann man die Pflanze züchten.
Unter guten Bedingungen, vor allem durch die Verwendung von Kompost und viel Wasser, wächst sie doppelt so schnell. Der Wirkstoff, ein Steroidglykosid, kurz „P 57“ genannt, täuscht dem Gehirn einen hohen Blutzuckerspiegel vor, was ihn damit als Appetitzügler wirksam macht.
Der Hoodia-Extrakt dämpft das Hungergefühl und dies sondern keine Nebenwirkungen oder Risiken bekannt. Es gibt drei Arten, die die enthalten: Hoodia Gordonii, Hoodia Officianalis und Hoodia Currori. Testläufe mit Freiwilligen ergaben, dass die Gruppe die Hoodia verabreicht bekam, 1000 Kalorien pro Tag einsparte.
Die andere Gruppe, die ein Placebo bekam, nahm ungefähr 3200 Kalorien zu sich. Der Appetitzügler wurde in Lizenz zunächst an die englische Pharmafirma Phytopharm verkauft. Im Jahre 2002 klagten die afrikanischen Eingeborenen der San Gewinnanteile an der Vermarktung der Appetitzügler durch die Firma Pfizer ein.
Und dies mit Erfolg. Daraufhin zog sich Pfizer aus dem Geschäft zurück und trat die Lizenzrechte wieder an Phytopharm ab.
2004 schloß Phytopharm einen Lizenzvertrag mit Unilever ab, um den Appetitzügler gemeinsam zu erforschen. Nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen darf nur legales Hoodia eingeführt werden. Käufer und Verkäufer benötigen hierfür eine Genehmigung.
Der Appetitzügler sollte nur von Anbietern gekauft werden, bei denen der Inhalt mindestens 200 bis 400 Milligramm Hoodia aufweist. Das Präparat ist teuer. Wenn jemand es zu einem „Schnäppchenpreis“ anbietet, sollte man vorsichtig sein. Die Eingeborenen haben den Appetitzügler roh und getrocknet gekaut.
Deshalb sollte man nur die Kapseln mit dem Hoodia-Pulver nehmen. Ein Forscher behauptet, dass der Appetitzügler Substanzen außerhalb von P 57 enthält, die negative Auswirkungen auf die Leber haben könnten.
Der Appetitzügler ist jedoch noch nicht lange genug auf dem Markt um mögliche Nebenwirkungen zu überprüfen. Sollte der Appetitzügler die Leberfunktion beeinträchtigen, könnten Nebenwirkungen auftreten, wenn es zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen wird.
Die San-Buschmänner litten und leiden nicht unter unseren bekannten Zivilisationskrankheiten, deshalb wäre eine Studie diesbezüglich wirkungslos. Daher wird geraten, dass Übergewichtige und Diätwillige diesen Appetitzügler nur gelegentlich und in vorsichtiger Dosierung verwenden sollten.

